SHOW DON’T TELL SHOW

Titelbild SHOW DON’T TELL SHOW

 

Die literarische Latenight mit Malte Abraham und Chris Möller

  • E1 - Auf dem Kreuzfahrtschiff durch die Alpen mit Svenjas Viola Bungarten

     

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    Friedrich Idam ist in einer Touristenattraktion gefangen. Täglich fallen tausende Besucher:innen aus der ganzen Welt in sein winziges Alpendorf Hallstadt ein. Der Alltag ist für ihn zu einem Albtraum aus Selfiesticks und Reisebussen geworden. Aber selbst wegfahren verbietet er sich. Niemandem will er antun, was die Touristen ihm angetan haben. Ganz anders Berufsurlauber Matthias Morr. Läge Hallstadt am Meer, wäre er schon da gewesen. Fast die ganze Welt hat er auf seinen Kreuzfahrten bereist. Wobei ihn dabei die fernen Reiseziele weniger interessieren als der Komfort der Kreuzfahrschiffe, die er auf YouTube bewirbt. 

    So unterschiedlich die Lebenswelten unserer Gäste sind, so sehr drängen sie sich als Handlungsorte für ein Theaterstück auf. Auf der Bühne bringen wir sie mit der Dramatikerin Svenja Viola Bungarten zusammen und stellen uns gemeinsam die Frage, was ist der ideale Ort für unsere Geschichte vom Übertourismus? In welchem Setting spielt sie? Und welchen Einfluss hat der Ort der Handlung auf die Handlung selbst?

  • E2 - Karrierverzicht auf dem Mars mit Matthias Nawrat

     

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    Für Denis Newiak ist die Welt nicht genug. Oder hat er genug von der Welt? Denn wenn es nach ihm ginge, würde er alles hinter sich lassen für ein Leben auf dem Mars. Als Begründer einer neuen Kolonie, für die Wissenschaft, den Fortbestand der Menschheit, und eine neue Zündstufe von Reality TV. Mars One heißt die Mission, mit der ein niederländischer Investor 4 Menschen von Kameras begleitet auf den Mars schießen wollte. Mit dabei: Newiak. Bereit, alles aufzugeben: Freunde, Familie und feste Nahrung. Denn auch wenn es einen Weg auf den Mars gibt, einen Weg zurück gibt es nicht. 

    Nicht für Newiak, aber für Alexandra Weichesmiller gibt es immer einen Weg zurück. Die Downshifting-Managerin hilft ausgebrannten Karrierist:innen von der einsamen Spitze ihres Unternehmens wieder runterzukommen. Behutsam begleitet sie ihre Klient:innen auf dem Weg des Verzichts von Macht, Status und Moneten. Sie ist die Tripsitterin der Workaholics. Das Aspirin für den Karrierekater. Die freiwillige Feuerwehr, die die Katzen vom Baum holt, die alleine nicht mehr runterkommen. 

    So unterschiedlich unsere Gäste sind, so sehr bieten sie sich als Hauptfiguren für einen Roman an. Auf der Bühne bringen wir sie mit dem Schriftsteller Matthias Nawrat zusammen und stellen uns gemeinsam die Frage, was eine Figur für unsere Geschichte über Verzicht mitbringen muss. Was zeichnet sie aus, was hebt sie ab, was treibt sie an, was bremst sie aus? 

  • E3 - Kolumbianisches Kartell oder Lotto-Millionen. Abkürzungen in die Finanzielle Freiheit mit Annika Pinske

     

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    Wenn Sie Lutz Trabalski kennen, Glückwunsch. Dann haben Sie wahrscheinlich im Lotto gewonnen. Denn kein Weg zur Gewinnspielmillionen führt an diesem Mann vorbei. Er ist der Verwalter dieses Wendepunkts und begleitet Sie auf dem Übergang in den financial freedom. Sein Job ist, dass Sie in Ihrer neuen Freiheit nicht erst den Kopf verlieren und dann Ihr ganzes Geld. 

    Ein Service, den das kolumbianische Drogenkartell nicht anbietet, was Volkert Ruhe zum Verhängnis wurde. Denn sein Weg in die finanzielle Freiheit führte ihn für acht Jahre hinter Gitter. Seinen Kopf hat er behalten, aber das Geld aus seiner kriminellen Karriere als Kurier ist futsch. 

    So unterschiedlich die Wendepunkte im Leben unserer Gäste, so sehr bieten sie sich als Vorlage für einen Film an. Auf der Bühne verwandeln wir sie mit der Regisseurin Annika Pinske in Fiktion. Und stellen uns gemeinsam die Frage: Wie wenden wir unsere Geschichte in den Financial Freedom? 

  • E4 - Love & Order mit David Ungureit und Simone Buchholz 

     

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    Anselm Bilgri wusste schon früh, dass er als homosexueller Mann im Bayern der 70er Jahre nur an einem Ort Karriere machen kann: im Kloster. Er tauschte Lederhosen gegen Kutte und ließ sich in der heiligen Stadt Rom vom Papst zum Priester weihen. Doch je mehr er vom Leben hinter den Klostermauern verstand, desto eingesperrter fühlte er sich. Warum enthaltsam leben für einen Gott der Liebe? Also brach er mit der Kirche und trat in den heiligen Bund der Ehe ein, mit dem, der nach Gott der neue Mann an seiner Seite werden sollte. 

    Auf der Bühne wollen wir herausfinden, in welchem Genre sich diese Geschichte erzählen lässt. Gemeinsam mit der Krimi-Autorin Simone Buchholz suchen wir nach den dunklen Geheimnissen hinter den Klostermauern und mit Drehbuchautor David Ungureit verwandeln wir die vorsichtige Liebesgeschichte in eine filmreife Romantic-Comedy.